Dezember 2011

Barfen

Liebe Frau Grötzner,

Sie sind mir zuvorgekommen, denn zwei spontane Besuche am Nachmittag haben mich vom Schreiben abgehalten. Auch wir wünschen Ihnen frohe Weihnachtstage und ein glückliches Neues Jahr. Diese Weihnachtspost wollte ich zum Anlass nehmen, Ihnen mitzuteilen, dass wir seit Anfang Oktober Carlos „barfen“. Sicher haben Sie schon von artgerechter Rohfütterung gehört. Unsere ehemalige Hundetrainerin hat mich auf das Buch „Hunde würden länger leben, wenn...„ Schwarzbuch Tierärzte - aufmerksam gemacht. Für mich war das ein Grund, die Ernährung von jetzt auf gleich umzustellen. Carlos war eigentlich immer ein schlechter Fresser und ich habe immer versucht, das Fertigfutter irgendwie aufzupeppen: Käse drübergeraspelt, „hochwertiges“ Dosenfleischfutter untergemischt usw. Zum Glück hatte die Tierärztin anläßlich sich wiederholender Durchfälle eine Getreide-„Allergie“ diagnostiziert und so wurde ihm schon mal das nicht artgerechte Getreide erspart. Seit Anfang Oktober mache ich artgerechte Rohfütterung mit Fleisch, Gemüse, Obst, Joghurt, Quark, diverse Öle, Fleischknochen und mehr, was Carlos sofort akzeptiert hat und sein Napf ist rucki zucki leer. Er hat die Umstellung (ohne Übergang von heute auf morgen) gut vertragen. Er riecht nicht mehr so unangenehm aus dem Maul und seine Haufen sind erheblich kleiner.

Impfen, chem. Floh-/ u. Zeckenschutz und Entwurmung im 3-Monats-Takt haben wir abgeschafft.

Vielleicht bleibt ihm so der viel zu frühe Tod unserer ersten beiden Hunde erspart, die mit jetzigem Wissen Opfer der Tierärzte und Co. wurden. Freuen Sie sich mit uns, dass wir Carlos frühzeitig auf artgerechte Nahrung umgestellt haben. Es macht zwar etwas mehr Arbeit - aber wenn man Carlos beim Fressen beobachtet, lohnt sich der Aufwand.

Sollten Sie Lust haben, unsere Umstellung zu kommentieren, würde ich mich über eine Nachricht von Ihnen freuen. Er macht uns nach wie vor viel Freude und ist uns ein liebenswerter und unkomplizierter Begleiter. Er ist freundlich bei der Begegnung mit anderen Hunden und Menschen, was Spaziergänge durchaus erleichtert.

Ich hoffe, es geht Ihnen und Ihren Hunden gut! Ich muss zugeben, dass ich selten am Computer sitze und schon eine Weile nicht mehr auf Ihrer schönen Homepage war.

Es grüßt Sie ganz herzlich

Doris Geske mit Familie

 
 

September 2011

Wissenswertes rund um das Ausstellungenswesen könnt Ihr hier abrufen...

 
 

September 2010

12 Regeln im Umgang mit Hunden

Der Verband für das deutsche Hundewesen hat eine sehr interessante Broschüre herausgegeben.
Diese lässt sich hier einsehen.

 
 

März 2010

Ektopischer Ureter (e.U.)

In jüngster Zeit wird in Züchterkreisen und bei Haltern unserer Briards vermehrt von dem „e.U.“ gesprochen. Ob nun „alarmierend“ oder evtl. auch „hochgeschaukelt“. Das tatsächliche Ausmaß des e.U. in unserer Rasse ist absolut unbekannt! Es gibt keine ausreichenden und gesicherten Daten, aber es gibt vereinzelte „Fälle“.

Was bedeutet e.U. und in wie weit sind wir, als Briardbesitzer, davon betroffen?!

Ein Harnleiter wird als ektopisch bezeichnet, wenn er nicht an der richtigen Stelle in die Harnblase, sondern erst weiter hinten, z. B. direkt in die Harnröhre oder aber erst hinter der Verschlusseinrichtung der Harnblase mündet. Ein Harnabgang kann dann nicht mehr bewusst verhindert werden.

Ein „ständiges Träufeln“ bereits im Welpenalter ist evtl. ein Anzeichen für e.U.(Übrigens nicht zu verwechseln mit Spätzündern, was „Stubenreinheit“ angeht!!!).
Die Diagnose des e.U. kann durch Ultraschall oder Rö.-Darstellung mittels Kontrastmittel oder bei Hündinnen auch durch eine Spiegelung der Harnblase getroffen werden.

Die Behandlung erfolgt ggf. durch einen chirurgischen Eingriff.

Wie bei der HD, so gibt es auch bei dem e.U. verschiedene Grade in der Schwere des Defektes. Das heißt, ein chirurgischer Eingriff ist nicht immer zwingend erforderlich.
Es handelt sich nicht um ein rassespezifisches Problem, sondern nach vorliegenden Informationen sind viele Rassen, auch Mischlinge davon betroffen.

Lassen Sie mich Frau Dr. Eichelberg, eine engagierte Kynologin und Zoologin, aus einem Interview zitieren:

Die Medizin hat in den letzten Jahrzehnten ungeheure Fortschritte gemacht. Die Folge ist, dass immer mehr Möglichkeiten zur Diagnose und erfolgreichen Therapie zur Verfügung stehen. Die Folge ist aber auch, dass immer mehr Erkrankungen bekannt werden. Nicht unsere Hunde werden immer kränker, sondern die Medizin weiß und erkennt immer mehr!

Und das darf bei aller dringenden Notwendigkeit der Defektbekämpfung nicht dazu führen, dass uns vor lauter Sorge der eigentliche Spass am Hund abhanden kommt und wir nur noch verschreckt auf ständig verlängerte Listen von möglichen Erkrankungen starren! (Zitat Ende.)

Und genau da stehen wir Züchter und Hundehalter bald!

Nicht, dass Sie jetzt denken, ich will die Problematik des e.U. herunterspielen, nein, ganz sicher nicht, aber auch Panikmache wäre fehl am Platze! Natürlich ist das Auftreten einer solchen Anomalie in jedem Fall ein Problemfall für Hund und Halter!

Fazit für mich: Meine in der Zucht stehenden Hunde werde ich sonographisch auf e.U. untersuchen lassen (wird in Zukunft vom CFH aber auch zur Auflage gemacht).
Zum Schluss möchte ich doch noch hinzufügen, dass es bis heute keine mir bekannten Fälle von e.U. in meiner Zucht gegeben hat!
Gerne stehe ich Ihnen allen für weitere Fragen zur Verfügung.

Ihre Ingeborg Grötzner

Wie die Zuchtverantwortlichen des CFH jetzt reagieren, können Sie dem Clubjournal 1/10 entnehmen. Ein ausführlicher Bericht der Zuchtkommission ist im gleichen CJ veröffentlicht.

Sie können darüber auch im Internet: hier nachlesen.

Artikel

 
 

Februar 2010

Hallöchen liebe "Friesenfamilien", hier einige Tipps, worauf Ihr/Sie zur Zeit achten sollten:

- Zahnwechsel (bei W-Wurf) ist jetzt angesagt. Bitte ab und zu ins Mäulchen schauen, ob die Zähne "gut" durchkommen, Kieferstellung. Notfalls den Tierarzt nachschauen lassen.

- Alle! Bitte in Zukunft keine Tennisbälle zum Spielen geben. Zahnschäden wären vorprogrammiert!!! Sand scheuert den Zahnschmelz ab. Besser Gummiball mit Schnur, es gibt im Fachhandel spezielle Spielzeuge.

- Eine Biotinkur über ca. 6 Wochen wäre jetzt gut. Geeignete Mittel gibt es im Fachhandel.
- Auch Kieselerde aus der Apotheke ist gut!!!
- Knoblauchgranulat (1/2 Teelöffel pro Tag) zufüttern. Zeckenzeit beginnt bald!!!

- Falls Schuppenbildung oder Juckreiz: Kann an der Heizungsluft liegen oder der Proteingehalt im Futter ist zu hoch!

- W-Wurf: Kämmen üben!!!

- Alle: Afterkrallen kontrollieren. Augen frei schneiden. Pfoten von Schneeballen und Salz befreien - am besten, Läufe kurz in lauwarmes, mit einem Schuss Haarspülmittel versehenes Wasser stecken. Mit Handtuch ausdrücken, nicht rubbeln!!!

- Evtl. nachimpfen, ist von Tierarzt zu Tierarzt individuell verschieden.

Pfingsten findet die erste große Ausstellung in Wietzen an der Weser (Reiterhof) statt, wäre ein Grund uns zu treffen und einmal das Vereinsleben und Ausstellungsluft zu schnuppern. Gutscheine vom CFH verwenden. Näheres auf der CFH-Homepage: Ausstellungen/ Termine oder ruft mich einfach an! Habt Ihr schon alle die Unterlagen (Gutscheine) vom CFH bekommen?

So, "Ihr" Lieben, ich grüße Sie/ Euch ganz herzlich und lasst 'mal von Euch hören!
Ganz liebe Grüße aus dem Friesischen
Ingeborg und alle Vierpfoten


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